von zu Hause zu Fuß nach Schnettzum Ferienhaus

 

 

Nach dem wir bereits 2003 und 2006 unser Ferienhaus in Schnett von Meiningen aus erwandert hatten, haben wir uns das für 2008 erneut vorgenommen.

Am 22.05. sollte es soweit sein. Wie geplant brachen wir kurz vor 6 Uhr von zu Hause auf.

Zirka 47 km lagen vor uns. Große Umwege durften wir also nicht gehen.

Von Dreißigacker aufbrechend durchquerten wir zuerst Meiningen. (Meininger Fußweg – Henneberger Str – Maßfelderweg – Am Kieselrod – Jean-Paul-Str – Almweg).

Gegen 6:45 Uhr erreichen wir 300 m oberhalb des Almwegs im Wald den Abzweig Marienweg, den wir zirka 600 m gehen, um in den Meininger Grund zu gelangen, der uns bis nach Ellingshausen führte. In Ellingshausen überquerten wir die Hasel und im weiteren Verlauf des Weges die Bahnstrecke nach Suhl und die Brücke über Autobahn A 71 sowie die angrenzende Wiese und  erreichen den Waldrand. Hier suchen wir einen alten Weg, der nur noch schwer zu erkennen ist und in einer Art Mulde steil bergan führt. Dieser knackige Anstieg hat es in sich und endet auf dem Bitthäuser Berg (480 m ÜN). Dem erreichten Weg folgen wir ca. 300 m nach links bis er einen Rechtsknick beschreibt. Leicht bergan erreichen wir nach weiteren 150 m eine Höhe in der Nähe des Stöckig. Ein hier stehendes Schild verweist auf die "Herrensteine". Was immer sich auch dahinter verbirgt, wir konnten  nichts erkennen. Sie ging  es weiter in Richtung der ausgewiesenen Hügelgräber. Bei der nächsten Weggabelung halten wir uns rechts, durchqueren eine Mulde, in der ein Weg nach Belrieth abzweigt. Wir folgen den Markierungen des Archäologischen Pfades bis zu den rechts liegenden Hügelgräbern. Hier enden die Markeirungen.. Wir gingen  den Weg geradeaus weiter und gelangten nach ca. 400 m zur Tobiashütte. Hier ist die Wüstung Hofteich bereits ausgewiesen, die wir im Weiteren passieren. Auf einer Bank, mit Blick auf die Gleichberge bei Römhild machen wir unsere Frühstückspause (es ist 8:30 Uhr, wir liegen gut im Zeitplan). 11,75 km bzw. ein Viertel der Wegstrecke haben wir hinter uns. Die Gleichberge werden unsr ab hier auf unserem Weg ständig begleiten.

Nach 20 Minuten brechen wir wieder auf, queren eine Wiese, um auf den Weg Richtung Marisfeld zu gelangen. Um 9:35 Uhr erreichten wir im Ort den Stassenabzweig nach Oberstadt. Diese Strasse gingen wir bis zum Ortsausgang von Marisfeld. Ein Wanderwegweiser zeigt uns den Weg Richtung Schneeberg, dem wir folgen. An der Kalten Staude überqueren wir die Straße zwischen Oberstadt und Schmeheim und folgen dem Weg nach unserer Wanderkarte, der uns zum Eichenberg führen soll. Dort erreichen wir gegen 10:20 Uhr den Höhenweg des "Kleinen Thüringer Waldes", auf dem wir bis nach Schleusingen kommen sollten.

Dem Höhenweg, der wenig Aussicht bietet, nur durch Wald führt, folgen wir nun über den Eichenberg (613 m ÜN), Galgenberg ( 632 m ÜN), Kesselberg (644 m), Schneeberg (692 m). Kroatenkreuz (575 m) bis zum Frankenblick (625 m), wo wir gegen 11:45 Uhr an der Schutzhütte eine ausgedehnte Mittagspause machen. 24,5 km, etwas mehr als die Hälfte des Weges haben wir geschafft. Von hier aus hatten wir bei sonnigem Wetter einen Super-Blick in das Grabfeld, wo erneut die beiden Gleichberge wie Wahrzeichen aus der Umgebung herausragten.

Um 12:20 Uhr nahmen wir dann die ca. 8,5 bis 9 km lange Strecke bis Schleusingen unter die Sohlen. Bis dahin sollte es stets leicht bergab bis 375 m ÜN am Bahnübergang in Schleusingen gehen. Am Wolfsgarten überqueren wir die Straßen nach Altendammbach.

Ab jetzt ist der Weg auf ca. 2 km asphaltiert und führt vorbei an der "Eisernen Hand", Silberbachskopf, Drei-Herren-Stein, dessen Ensemble neu geschaffen wurde, bis zu einer Schutzhütte, an der wir eine kurze  Rast einlegten. 32 km liegen hinter uns.

Nach weiteren 500 m erreichen wir das Gasthaus und Hotel "Waldhaus", welches allerdings geschlossen hat (ein neuer Pächter wird gesucht). Kurz hinter dem Waldhaus zweigt ein Pfad nach links Richtung Schleusingen ab, der bei Mc Donald in Schleusingen endet. Es ist 14:11 Uhr, wir sind noch 5 Minuten schneller als geplant. Wir durchqueren Schleusingen zunächst entlang der Straße Richtung Ilmenau. An der Kirche stehen Wanderwegweiser, die den Weg Richtung Waldau, unser nächstes Ziel, markieren. An Friedhof und Freibad vorbei, durch eine Kleingartenanlage hindurch und über den neuen Autobahnzubringer wandern wir Richtung Trinkwasserhochbehälter Einfirst. Auf dem Weg dahin überqueren wir die noch im Bau befindliche Autobahn 73 über eine neu errichtete Fußgängerbrücke. Km 35,25, drei viertel der Wegstrecke. 2006 war hier noch Wald, jetzt wurde für die Autobahn eine riesige Mulde gegraben, wodurch der Blick zum Stausee Ratscher frei ist. An einer Gabelung kurz vor dem Hochbehälter hielten wir uns rechts und erreichten bei km 37,2 den Aussichtspunkt auf der "Schwaren Kuppe". Waldau lag vor uns, wir machten Pause, die aber nicht sehr lange war, weil ein kalter Wind blies. Ab hier nutzten wir den ausgewiesenen Wanderweg Richtung Frauenwald, den wir aber kurz vor Wald nach links verließen. Wir gigen weiter Richtung Straße, die Hinternah und Waldau verbindet und erreichen diese an der S-Kurve. Wir folgten ihr zirka 300 m Richtung Waldau. Noch vor dem Ortsschild bogen wir nach links auf eine Hangwiese ab, die wir Richtung Tal zum Abzweig Ansbachweg durchquerten. Im weiteren Verlauf erreichten wir den Wanderparkplatz Waldau. Weiter ging es auf der Hauptstraße bis Lichtenau.Dort gingen wir zunächst über die Kreuzung Richtung Schönbrunn und bogen dann nach rechts auf den Hügel ab. Am Ortsende führt zwischen den Gärten ein Pfad in den Wald. Den steilen Hang stiegen wir weglos empor bis wir auf einen breiten Fahrweg stießen. Einige Meter nach links folgend gelangten wir an eine Weggabelung. Scharf rechts abbiegend folgten wir dem Weg, bis uns ein Wegweiser den Weg links nach Schnett zeigte. Nach ca. 800 m Anstieg erreichen wir den Schreibersberg. An der Wegkreuzung nahmen wir den Weg halbrechts Richtung Schutzhütte Biberau, der kürzeste Weg Richtung Schnett. Weiter führte der Weg bis zur Gebrämswiese (km 44,2), wo wir noch mal kurz Rast machten und die Ruhe genossen. Noch 1,5 km bergauf bis zum Simmersberg 790 m ÜN). Dort sahen wir ein letztes mal die Gleichberge. Dann ging es nur noch 800m bergab zu unserem  Ferienhaus. Nach 11 Stunden und 54 Minuten (12 Minuten nach Plan) erreichen wir gut gelaunt unser Ziel.